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11.11.2017 D'Jodlerbuebe und dr'Wild Boar Clan!

 

 

 

13.11.2017

STANS ⋅ Die Stanser Jodlerbuebe überraschten die Konzertbesucher mit vier neuen Mitgliedern. Eine Dudelsackgruppe brachte zudem schottische Klänge in den Turmattsaal.

 

An ihrem Jahreskonzert konnte Präsident Markus Keiser vier neue Mitglieder vorstellen. Erstmals verstärkten Herbert Agner, Paul Amstutz, Hans Z’Rotz und Patrick Fischer den Chor (Tenor und Bass). Für Dirigent Thomas Wieland eine spezielle Herausforderung: «Die vier mussten sehr viel lernen.» Vor allem Lieder seien für Neulinge anspruchsvoller zu lernen als Naturjodel, meinte der Dirigent, fügte dann aber nach: «Es ist wichtig, dass man sie nicht überfordert.»

Noch nicht gelöst ist nach wie vor der Mangel an Vorjodlern, ein Problem, mit dem die Stanser Jodlerbuebe nicht alleine dastehen. Zwar wirkte Vorjodler Daniel Blättler, der vor einem Jahr pausieren musste, wieder in alter Frische mit. Aber neben ihm und Toni Odermatt wäre Platz für einen oder zwei weitere Vorjodler. «Wir wären froh, wenn wir einen oder zwei junge Jodler gewinnen und in den nächsten Jahren aufbauen könnten», sagte Keiser in seiner Begrüssung.

 

Mit dem rhythmischen Juiz «Obdesseler» begrüssten die Gastgeber. Diesen haben die Jodlerbuebe in ihrer 85-jährigen Vereinsgeschichte am meisten gesungen, berichtete Michael Lussi, der mit Mattia Waser durchs Konzert führte. Grossen Gefallen fanden auch klangvolle Jodellieder wie «Es Gschänkli» von Franz Stadelmann, das neu einstudierte Lied «Hei is Dorf» von Sepp und Tobias Herger und als Höhepunkt «Mis Alphüttli» des Obwaldner Jodelkomponisten Julius Stockmann. Letzteres ist ein Lied, welches mit einem tiefsinnigen Text und einer harmonie­reichen Melodie unter die Haut der Jodelfreunde im Saal ging.

 

Dass dem Klub auch der Naturjuiz am Herzen liegt, zeigten die 26 Jodler beim letzten Auftritt. Dem «Ruossigradjuiz» von Emil Wallimann folgte als erste Zugabe der traditionelle «Stelli-Juiz» und als zweite der «Ritzgrat-Juiz» von Ueli Zurbrügg. Ein herrliches Finale mit Klangreinheit und Dynamik.

Gefühlsvoll vorgetragene Juiz wie «Bärgheuwer» und «Heech obä» gehören auch zum Repertoire des Jodelduetts Cindy und Corinne Rohrer aus Sachseln, die seit 6 Jahren gemeinsam auftreten. Die zwei Jodlerinnen, an der Handorgel von Tanja Fallegger begleitet, vermochten auch mit anspruchsvollen Liedern wie «Säg mer, wenn d Rose blüehe» von Adolf Stähli zu überzeugen.

Dudelsack-Orchester mit kräftigem Sound.

 

Wer Schottland bereist hat weiss, dass der Dudelsack zu diesem Land gehört wie das Alphorn zur Schweiz. Der Wild Boar Clan aus Luzern überraschte als Dudelsackorchester. Ins­gesamt 14 Musikanten, davon 9 mit schottischen Holzblasinstrumenten, brachten einen kräftigen Sound mit schottischen Melodien.

 

Ihr bekanntestes Jodellied «Abendrot am Alpstein» ist vielen vom Radio bekannt. In der Zugabe bekam das Konzertpublikum den Hit der Jodlergruppe Hirschberg live zu hören. Die Appenzeller überraschten auch mit ihren Zäuerli und Ratzliedli, letztere sind bekannt als humorvolle Lumpenlieder. Nach dem Konzert sorgte das SchwyzerörgeliTrio St. Jakob für Tanzstimmung.

 

Richard Greuter

 

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch